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HI GUYS.
Letzten Freitag, hatte ich noch einige Häkchen an meiner imaginären TO DO - Liste zu machen, bevor ich das Schulgebäude verlassen und in das Wochenende starten könnte.
Eins dieser TO DO's beinhaltete ein kurzes Gespräch mit meinem Chef über anstehende Projekte. Als ich Herrn Maier auf dem Gang traf, schlug ich ihm vor, uns kurz in der Pause im Lehrerzimmer zusammenzusetzen. Er entgegnete mir, dass er es vorziehen würde das Gespräch in seinem Büro zu führen, da es in der Pause so laut und gesprächig ist und wir doch zu einem anderen Zeitpunkt ungestört reden können. Kurz: Das Gespräch fand also in seinem Büro statt. :-)
Herr Maiers Gründe für das Nicht-Stattfinden des Gesprächs waren mir sehr einleuchtend.
Doch eine andere Sache bewegte mein Herz in den folgenden Stunden und Tagen.
Die Pause war der Moment, in dem ich mich mit meinen Kollegen im Lehrerzimmer unterhalten und mit ihnen Beziehung bauen konnte. Wieso wollte ich jede Minute auskosten, um "geschäftliche" Dinge auch in solchen Momenten zu erledigen? Ist es nicht so, dass mir Menschen und die Beziehung zu ihnen so am Herzen liegen? Die Pause war DER Ort, um zu connecten, um Wertschätzung auszudrücken und Brücken zu bauen, um Liebe zu geben und zu ermutigen, um Gemeinschaft zu genießen, um die Menschen kennenzulernen, mit denen ich das Leben teile.
Wieso treiben wir so oft ab in den Fluss des Abhakens einer TO-DO-Liste und vergessen dabei ganz, auf was es ankommt?
Schauen wir uns die Menschen in der Geschichte an, die etwas bewegt und verändert haben, sehen wir, dass sie Menschen immer priorisiert haben.
Die Mama, die das Bügeln unterbricht, um ihrem kleinen Sohn seinen ersten Regenbogen am Himmel zu zeigen. Die Lehrerin, die wissen will, wie es ihrer Schülerin wirklich geht, anstatt nur auf ihre Leistung zu schauen und sie danach zu beurteilen. Der Musiker, der den nächsten Hit schreiben möchte und krampfhaft in seinem Kämmerchen nach Ideen sucht und dabei verpasst, dass er in der Zusammenarbeit mit seiner Band das Lied schon längst auf einem Tape hätte.
Der Christ, der so beschäftig ist mit seinen Visionen, dass er seine Freunde und Familie aus den Augen lässt. It's all about people.
Lasst uns das nicht vergessen. It's all about people. People. PEOPLE.
Was am Ende bleibt, was am Ende zählt, sind die Beziehungen zu Menschen. Es sind die Menschen an deiner Seite, die das Leben lebenswert machen. Es sind die Menschen, an die du dich anlehnen kannst, wenn es dir nicht so gut geht. Deine Freunde feiern mit dir jedes Jahr, sie feiern mit dir deine Siege und bei Niederlagen stehen sie trotzdem an der Ziellinie und feuern dich an.
Aber es geht hier nicht nur um Freunde. Es geht um die Menschen, die du triffst. Das sind heute vielleicht ganz andere als morgen. MAKE THEM YOUR PRIORITY.
Lasst uns nicht vor lauter TO-DO's die Menschen nicht mehr sehen. Das Herz der Menschen nicht mehr sehen. Das, was die Menschen brauchen, nicht mehr sehen.
Wenn Jesus ein Wunder getan hat, dann immer nur für den Menschen. Es ging nie um ihn selbst, es ging nie darum, irgendetwas "halt" zu erledigen. Jesus hat Beziehung gebaut und den Menschen seine Liebe gezeigt.
1. Gott wünscht sich so sehr eine Beziehung zu dir und zu mir. Er möchte das Leben GEMEINSAM mit uns leben. Er hat uns erschaffen und diesen Wunsch nach Beziehung in uns hineingelegt. Du und ich - wir brauchen Menschen zum Leben.
2. Du hast Gaben, Talente, Fähigkeiten bekommen um jemand anderen zu segnen. Das kann nur passieren, wenn du mit Menschen zusammen bist.
3. Investiere in Menschen hinein. Das wird dich selbst so bereichern. Geben ist seliger als Nehmen.
4. Erst, wenn du Beziehungen lebst, dein Herz öffnest und dich verletzlich machst, können Bereiche in deinem Leben angesprochen werden, die sonst vielleicht viel länger verborgen geblieben wären. Freunde sind oft ein Spiegel. Du kannst so viel über dich lernen.
5. Die ganze Zeit allein sein. Das kann doch auch ganz schön langweilig sein. Hab Spaß, treffe dich mit Freunden. Lerne sie kennen. Genieße das Leben. Lasst uns das Leben gemeinsam leben.
Es geht hier nicht darum, dass ich schnell einmal meinen Lifestyle verändere. Ich glaube, dass es viel mehr um eine Kultur geht, wie man sein Leben gestaltet und wie man seine Prioritäten setzt. Ich stelle nun die Behauptung auf, dass wir in Deutschland oft ziemlich auf das DOING fixiert sind, worin natürlich auch viele Vorteile liegen. Doch die Entscheidung, Familie, Freunde, Menschen vor der Arbeit, vor dem Geld, vor den To Do's zur Priorität zu machen ... Das ist eine Kultur, die viele von uns, mich eingenommen, erst einmal schmecken müssen, um zu verstehen, was wir da eigentlich verpassen.
Der Post soll dich dazu anregen, über deine Beziehung zu Menschen nachzudenken.
LET'S MAKE PEOPLE OUR PRIORITY.
HUG.
dama